Von Matcha bis Hojicha – meine Teemomente zwischen Frühling und Winter

BY Magdalena / 28. Nov 2025

Wie aus einer sommerlichen Routine mit eisgekühltem Matcha ein wohliger Wintermoment mit Hojicha Latte und Walnuss-Cantuccini wurde

Matcha Winter Gebäck

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Seit dem Frühling bereits bin ich auf den Geschmack von Matcha gekommen und obwohl mich dieser feine, grüne Tee seither durch viele kreative Momente begleitet hat, gab es hier im Blog bisher noch keinen Beitrag dazu. Es wurde also höchste Zeit, ihm endlich ein bisschen Raum zu schenken – samt schöner Geschenkideen rund um Matcha und einem winterlichen Tee-Twist mit Hojicha, den ich gerade erst entdecke. Und weil zu einer Tasse Tee natürlich etwas zum Knuspern gehört, habe ich mich endlich an selbst gebackene Cantuccini gewagt. So viel sei verraten: es ist wirklich einfacher, als man denkt

Matcha weiße Amaryllis
Winterliche Gemütlichkeit

Wenn ich an die ersten warmen Frühlingstage dieses Jahres zurückdenke, sehe ich mich sofort wieder auf unserer Terrasse sitzen – Sonne und in meiner Hand ein eisgekühlter Matcha mit Kokosmilch.
Es war mein kleiner Moment der Ruhe zwischen Projekten und Gartenarbeit, und irgendwie ist daraus eine richtige Routine geworden.

Der Matcha-Hype war zu dieser Zeit kaum zu übersehen, und auch ich war neugierig geworden. Doch schnell war mir klar: wirklich guten Matcha trinke ich lieber zuhause. Denn ein hochwertiger Matcha ist kostbar – allein die Rohware hat ihren Preis, und in vielen Cafés wird leider mit sehr milchlastigen Mischungen gearbeitet, die mit dem feinen, echten Matcha-Erlebnis wenig zu tun haben.

Nach einigen Versuchen bin ich schließlich bei Kāru gelandet. Der Shop hat mich sofort angesprochen: ein schlichtes, stilvolles Design, überschaubare Auswahl und vor allem Qualität, die man schmeckt. Mein Favorit war schnell gefunden – der Hitotsu, der beste Matcha im Sortiment. Ein intensives Grün, vollmundig und samtig, mit diesem typischen Umami, das guten Matcha auszeichnet. Eigentlich fast zu schade für Milch – am besten genießt man ihn pur, nur mit 70 Grad warmem Wasser aufgeschlagen.

Matcha Hojicha

Irgendwann im Spätsommer veränderte sich mein Rhythmus. Die Nachmittage wurden kühler, die Sonne stand tiefer, und mein eisgekühlter Matcha mit Kokosmilch passte plötzlich nicht mehr so recht zur Stimmung. Ganz unbewusst habe ich meine kleine Teezeremonie eine Weile ruhen lassen, bis ich beim Backen meiner ersten Lebkuchen (das Rezept findet ihr hier im Beitrag) wieder Lust auf dieses sanfte, grüne Ritual bekam.

Seitdem genieße ich meinen Matcha an grauen Tagen drinnen, auf meinem Lieblingssessel. Ohne Eis, ohne Milch – einfach pur, in einem kleinen Cup, etwas größer als eine Espressotasse. Es ist dieser Moment der Klarheit, der mich wieder erdet, wenn alles andere in der Vorweihnachtszeit etwas schneller zu laufen scheint.

Matcha Winter Routine

Hojicha – der geröstete Bruder des Matcha

Mit dem Herbst kam aber auch die Lust auf etwas Wärmeres, Weicheres. Und so hat sich ein neuer Tee in meine Routine geschlichen: Hojicha – gerösteter japanischer Grüntee.
Man spricht ihn übrigens [hoh-dschi-tscha] aus – und schon dieser Klang verrät etwas von seiner ruhigen, tiefen Note.

Im Gegensatz zum Matcha wird Hojicha nicht aus den zarten, sondern aus reiferen Teeblättern hergestellt, die über Holzkohle geröstet werden. Dadurch bekommt er sein nussiges, leicht karamelliges Aroma und eine wunderbar goldbraune Farbe. Ich habe ihn als Latte aufgeschäumt mit Haselnussmilch oder Hafermilch zubereitet.

Winter 2025 Amaryllis

Japan trifft Italien: Walnuss-Cantuccini mit Hojicha-Twist

Aber was wäre ein gemütlicher Teemoment ohne etwas zum Knuspern?

In meiner Küche duften seit Kurzem diese feinen Walnuss-Cantuccini mit Dattelsüße und Hojicha. Eine kleine Liaison aus japanischer und italienischer Tradition – aromatisch, nussig und herrlich natürlich gesüßt.

Die Basis ist ein klassisches Cantuccini-Rezept ohne Butter, ohne Fett, ergänzt durch ½ TL fein gemahlenen Hojicha im Teig. Das sorgt für ein warmes, leicht malziges Aroma, das sich perfekt mit Walnuss und Zimt verbindet. Und das Beste: sie bleiben lange frisch und eignen sich wunderbar als kleine Geschenkidee im Advent.

Matcha walnuss cantuccini

Walnuss-Cantuccini mit Dattelsüße & Hojicha

Gericht: Dessert, Gebäck
Küche: Vegetarisch
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Zutaten
  

  • 200 g Dinkelmehl Typ 630
  • 80 g Mandelmehl entölt oder fein gemahlen
  • 100 g Dattelzucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier M
  • 1 TL Vanilleextrakt oder das Mark ½ Vanilleschote
  • 1 TL Zimt optional
  • Abrieb ½ Bio-Orange oder Zitrone
  • ½ TL fein gemahlener Hojicha gerösteter Grüntee
  • 100 g Walnüsse grob gehackt
  • evtl. 1–2 EL Pflanzendrink falls der Teig zu trocken ist

Zubereitung
 

  1. Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Eier schaumig schlagen mit einem Schneebesen.
  3. Den Zucker hinzufügen und verrühren.
  4. Als nächstes wird das Mandelmehl untergrührt. Nun wird der Teig schon deutlich fester, das ist normal.
  5. Um das Mehl, das Backpulver und das Salz unterzumengen nimmt man am besten die Hände und verarbeitet alles zu einem homogenen Teig.
  6. Nun folgen noch die Gewürze und zum Schluss werden die grob gehackten Walnuss unter den Teig gegeben.
  7. Aus dem Teig werden zwei längliche Rollen geformt und flach gedrückt (ca. 4–5 cm breit) auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt.
  8. Anschließend werden sie bei 180 Grad 15 Minuten gebacken bis sie leicht goldbraun sind. Durch den Dattelzucker ist der Teig ohnehin schon etwas dunkler.
  9. Etwas abkühlen lassen, dann schräg in 1–1,5 cm dicke Scheiben schneiden.
  10. Auf der Schnittfläche nochmals 10 bis 12 Minuten backen, bis sie goldbraun und knusprig sind.
rezept walnuss cantuccini

Wer noch auf der Suche nach einer besonderen Kleinigkeit für den Nikolaus oder die Feiertage ist, findet bei Kāru wunderschöne Sets – vom klassischen Matcha-Set mit Schale und Bambusbesen bis hin zu feinem Hojicha in stilvollen Dosen. Ein Geschenk, das nicht nur schön aussieht, sondern wirklich Genuss schenkt.

Matcha Geschenke Weihnachten

So schließt sich mein kleiner Jahreskreis: vom eisgekühlten Matcha auf der Terrasse bis zum duftenden Hojicha Latte auf dem Sofa.
Beide Tees schenken mir Ruhe – auf ganz unterschiedliche Weise. Und vielleicht ist genau das ihr Zauber: Sie erinnern daran, den Moment bewusst zu genießen.
Mit einer Tasse Tee in der Hand und etwas Selbstgebackenem wird selbst der grauste Tag ein kleines bisschen fein und fabelhaft.

Matcha Karu Geschenke

Habt es fein,

eure Magdalena

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